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Zähne, Okklusion und Kiefergelenk - eine Dimension in der Therapie von Dysfunktionen und Schmerzen?


Univ. Prof. Dr. Stefan Kopp, Frankfurt am Main und Dr. med. Gert Kamjunke, Meran

 

Vortrag
Donnerstag, 23.02.2012  /  18.00 – 21.00 Uhr
Großer Hörsaal GO, MZA, Anichstraße 35, 6020 Innsbruck

Vortragsinhalt
Funktionsstörungen und Schmerzen des Bewegungsapparates stellen aktuell ein bedeutsames Krankheitsbild dar. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Patienten/-innen, die an Funktionsstörungen und Schmerzen leiden, drastisch erhöht. Gleichzeitig stellen die Krankenkassen fest, dass die therapeutische Effizienz bei diesen Patienten/-innen eher niedrig ist. Das bedeutet, dass viel Geld  -  ohne das Erreichen eines dauerhaften Therapieergebnisses  -  ausgegeben werden muss.

Diese Tatsache wiegt umso schwerer, als Funktionsstörungen z.B. im kraniomandibulären System (CMS) unter dem Faktor Zeit zu Dysfunktionen und Schmerzen im craniocervikalen System (CCS) führen. Wird in diesen Fällen nicht adäquat behandelt, kann es zu einer Ausbreitung der Dysfunktionen auf das craniosakrale System (CSS) als somatisches Korrelat des Chronifizierungsprozesses kommen. Auf der andere Seite können aber Funktionsstörungen im craniocervikalen System (CCS) oder im craniosacralen System (CSS) zu Störungen im craniomandibulären System (CMS) führen oder diese trotz einer adäquaten Therapie im CMS dauerhaft chronisch unterhalten. Deshalb ist es für den/die Behandler/-in von Bedeutung, sich einen Überblick über die Dysfunktionen des ganzen Körpers zu verschaffen. Dieses Wissen ermöglicht es dann, zielgerichtete Therapie ‑ meist im interdisziplinären Kanon -durchzuführen und durchzuhalten.

Die Diagnostik und Therapie im kraniomandibulären System liegt naturgemäß federführend in der Hand des/der Zahnarztes/-ärztin bzw. des/der Kieferorthopäden/-in. In speziellen Fällen wird es notwendig sein, den/die Orthopäden/-in hinzuzuziehen. Für diesen Fall sollten diese die Zusammenhänge zwischen den einzelnen funktionellen Systemen kennen und in deren Diagnostik sowie in deren Therapie erfahren sein. Aus der Sicht der mehr als fünfzehnjährigen interdisziplinären Zusammenarbeit sowie der klinischen Erfahrung der Referenten bedürfen diese komplexen Fälle einer simultanen Diagnostik und Therapie durch unterschiedliche Fachdisziplinen.

Der Vortrag „Zähne, Okklusion und Kiefergelenk - eine Dimension in der Therapie von Dysfunktionen und Schmerzen?“ zielt exakt auf diese Zusammenhänge. Es werden alle für das Erkennen und zielgerichtete Behandeln dieser Patientengruppe relevanten Parameter, sowohl aus zahnärztlicher,  aber gerade auch aus kieferorthopädischer und aus orthopädischer Sicht erläutert.

 

Referenten
Univ. Prof. Dr. Stefan Kopp
Studium 1979-1984 an der FU Berlin; Promotion 1985;
1985 bis 1988 Wiss. Assistent an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und 
1988 bis 1994 an der Klinik für Kieferorthopädie im Klinikum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel;
1992 Gebietsbezeichnung „Kieferorthopädie“;
1994 - 2005 Oberarzt der Poliklinik für Kieferorthopädie der Friedrich-Schiller-Universität zu Jena;
seit 01.06.2006 Lehrstuhl für Kieferorthopädie im Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde („Carolinum“) der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Dr. med. Gert Kamjunke
Mit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise Werte erkennen und Kräfte erhalten – das ist das Ziel von Dr. med. Kamjunke.
Seine Erfahrungen als Orthopäde, Sportmediziner, Chirotherapeut und Osteopath vermittelt er in seiner Seminarreihe eingängig, verständlich und leicht nachvollziehbar.

Anschließend ließ er sich mit einer eigenen Praxis in Waldsassen nieder.
Schon während seiner Studienzeit arbeitete Dr. G. Kamjunke u.a. im Bereich der Sportmedizin.

2001 erfolgte die Ausbildung zum Osteopathen unter anderem am Philadelphia College of Osteopathic Medicine, U.S.A.

Seit 1.9.2008 Orthopädischer Chefarzt „Interdisziplinäres Behandlungszentrum Meran“

Fortbildungsstunden
Diese Fortbildungsveranstaltung ist für das Zahnärztliche Fortbildungsprogramm der Österreichischen Zahnärztekammer für die Fächer Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und Kieferorthopädie mit 3 Fortbildungspunkten approbiert.

 

Teilnahmegebühr
€ 40,-- für Mitglieder des VTZ und der ÖGZMK
€ 60,-- für Nicht-Mitglieder

Eine  Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen unbedingt erforderlich.

 

Anmeldung
Verein Tiroler Zahnärzte
Christine Kapplmüller
Anichstraße 35
6020 Innsbruck
Tel. +43/(0) 512/504-27189
Mobil +43/(0)699/15047190
Fax +43/(0) 512/504-27616
Email: office.vtz(at)uki.at

 

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