Neue Richtlinien bei der Antikoagulantien-Therapie bei zahnärztlichen und chirurgischen Eingriffen

Univ.-Prof. DDr. Andreas Kolk, MHBA; Innsbruck

 

Vortrag:

Donnerstag, 15.12.2022 / 19.00 - 20.15 Uhr

Danach: außerordentliche Hauptversammlung mit anschließendem Weihnachtsumtrunk. Dieser Abend ist für Mitglieder des VTZ kostenlos.

 

Verstaltungsort:

Festsaal Hypogebäude, Hypopassage 2, 6020 Innsbruck

 

Abstract:

 

"Neue Richtlinien bei der Antikoagulantien-Therapie bei zahnärztlichen und chirurgischen Eingriffen"

Zur Thrombose- und Emblolieprophylaxe werden Patienten in zunehmendem Maße und teilweise über viele Jahre antikoaguliert. Aufgrund steigender Inzidenzen venöser Thrombosen, von Lungenembolien, Vorhofflimmern , Myokardinfarkten, notwendigen Herzklappenersatzoperationen, arteriellen Verschlusskrankheiten und Apoplexen gehören antikoagulierte Patienten zum zahnärztlichen Alltag. Besonders vor geplanten chirurgischen Maßnahmen stellen sie eine Risikogruppe dar, der Umgang mit oralen Antikoagulantien (DOAK) und Thrombozytenaggregationshemmern (TAH) stellt daher eine Herausforderung im perioperativen Management dieser Patienten dar.


In den vergangenen 5 Jahren zeigte sich eine deutliche Verschiebung bei den Verordnungen der antithrombotischen Medikation mit einer erheblichen Zunahme der Verabreichung der DOAKS um mehrere 100%.


Grundsätzlich beruhte die Antikoagulation bisher auf zwei Therapieprinzipien: orale Dauertherapie mit Vitamin K-Antagonisten, Warfarin (Coumadin®), Phenoprocoumon (Marcoumar®, Falithom®, Generika) versus akute parenterale Gerinnungshemmung mit unfraktioniertem bzw. niedermolkularem Heparin.
DOAKS lassen sich wiederum in zwei Untergruppen einteilen: Zum einen „-xabane“ Rivaroxaban (Xarelto®) und Apixaban (Eliquis®), zum anderen Dabigatran (Pradaxa®).
Der Vortrag soll zum einen Überblick über die häufigsten Antikoagulantien, deren Vor- und Nachteile wie zum Beispiel fehlende Möglichkeit der Wirkspiegelkontrolle und der routinemäßigen Antagonisierung bei den DOAKS geben, auf der anderen Seite über das Management mit derartigen Patienten und die Konsequenzen für den zahnärztlichen und chirurgischen Alltag berichten.



Referent:

Univ.-Prof. DDr. Andreas Kolk, MHBA; Innsbruck

BERUFLICHE TÄTIGKEITEN
2019 Rufannahme Med. Universität Innsbruck, Klinik für Mund-Kiefer und Gesichtschirurgie
2016 Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Mund-Kiefer-Gesichts- (MKG-) Chirurgie der TU-München, Klinikum rechts der Isar, Direktor: Univ.-Prof. Dr. Dr. K.-D. Wolff
2011 Geschäftsführender Oberarzt der Klink und Poliklinik für MKGChirurgie
der TU-München, Klinikum rechts der Isar, Direktor: Univ.-Prof. Dr. Dr. K.-D. Wolff
2002 Oberarzt der Klink und Poliklinik für MKG-Chirurgie TUMünchen, Klinikum rechts der Isar, Direktor: Univ.-Prof. Dr. Dr. H.-H. Horch
1996 - 2002 Assistenzarzt an der Klinik und Poliklinik für MKG-Chirurgie der
TU-München, Klinikum rechts der Isar, Direktor: Univ.-Prof. Dr. Dr. H.-H. Horch
1994 -1996 Assistenzarzt an der Klinik und Poliklinik für MKG-Chirurgie der
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Direktor: Univ.-Prof. Dr. Dr. H.-R. Metelmann
1994 Assistenzarzt am Institut für klinische Pharmakologie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, kommissarischer Direktor: Prof. Dr. W. Siegmund
1993 AiP am Institut für allgemeine Pathologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Direktor: Univ.- Prof. Dr. H. E. Gabbert
1992 Pre- und Internship, Department of General Surgery, Queens
University, Kingston, Kanada


BERUFLICHER WERDEGANG/QUALIFIKATIONEN
2016 MHBA Universität Nürnberg
2014 Ernennung zum apl-Professor, TU München
2006 Europäischer Facharzt Oral and Maxillofacial Surgery FEBOMFS
2004 Zusatzbezeichnung Plastische Operationen
2000 Gebietsbezeichnung Fachzahnarzt Oralchirurgie
2000 Gebietsbezeichnung Arzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
1996 Approbation als Zahnarzt
1994 Approbation als Arzt


PROMOTIONEN/HABILITATION
2007 Habilitation und Venia Legendi für das Fach Mund- Kiefer- und
Gesichtschirurgie
2002 Zahnmedizinische Promotion
1993 Humanmedizinische Promotion


STUDIUM
Zahnmedizin:
1996 Zahnärztliches Staatsexamen
1994 –1996 Fortsetzung des Studiums der Zahnmedizin, Ernst-Moritz-Arndt-
Universität, Greifswald


Humanmedizin:
1992 Ärztliches Staatsexamen
1992 Amerikanisches Staatsexamen (FMGEMS)
1990 – 1992 Fortsetzung des Studiums der Medizin an der Ludwig-
Maximilians-Universität München
1989 –1990 Studiensemester St. Thomas and Guy´s Medical and Dental
Schools London, UK
1986 – 1989 Studium der Medizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
1986 – 1988 Studium der Zahnheilkunde (zeitgleich), Heinrich-Heine-
Universität Düsseldorf

 

Fortbildungsstunden

Diese Fortbildungsveranstaltung ist für das Zahnärztliche Fortbildungsprogramm der Österreichischen Zahnärztekammer für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mit 2 Fortbildungspunkten anerkannt.

 

Teilnahmegebühr

KOSTENLOS für Mitglieder des VTZ
€ 50,-- für Nicht-Mitglieder

Anmeldung

Verein Tiroler Zahnärzt*innen
Ina Gstrein
Anichstraße 35
6020 Innsbruck


Mobil +43/(0)699/15047190
Fax    +43/(0)512/504-27616
Email: lki.za.vtz-office(at)tirol-kliniken.at

 

 

 

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Anmeldeschluss: 12.12.2022

 

 

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